WM in Russland – Gibt es gleiche Probleme wie zur Euro 2012 in der Ukraine?

Die WM 2018 findet in Russland statt. Es gibt nicht Wenige, die daran zweifeln, dass Russland als Austragungsort für solch einen Großevent im Sommer überhaupt geeignet ist. Erste Bestätigungen fanden viele Zweifler an den schon vor Turnierstart aufgekommenen Problemen in der Ukraine bei der EM 2012. Findige Schnäppchenjäger, die noch schnell und günstig EM-Tickets für die Euro 2012 ergattern konnten, zeigten sich geschockt vom Hotelpreiswucher im Lande des Co-Gastgebers. Auch die Politik erwägte zeitweise einen Boykott der Gruppenspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

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Die WM 2018 findet in Russland statt.

Die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland

Das FIFA Exekutivkomittee in Zürich hat am 02.12.2010 beschlossen, dass die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland ausgetragen wird. Nach der EM 2012 in Polen und der Ukraine (siehe http://www.fussball-em-2012.com/) wird also ein zweites großes internationales Fußballturnier im Osten von Europa stattfinden.

Die weiteren Mitbewerber zur WM 2018 waren Holland/Belgien, Spanien/Portugal und England. Den Zuschlag der WM 2018 verkündete dann FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in Zürich vor den Augen tausender Journalisten und Prominenten.

Die Entscheidung der FIFA bejubelte der Russische Staatspräsident Dmitri Medvedev mit : “Hurra! Sieg! Wir bekommen die Weltmeisterschaft 2018!” Auch das russische Volk freute sich, als Austragungsort der WM 2018 gekürt zu werden. Trotz eisiger Kälte feierten die Menschen in Moskau und St. Petersburg auf den Straßen bei minus 18 Grad die Entscheidung der FIFA. Nüchtern aber ebenso glücklich und stolz Präsident Putin: “Die Entscheidung zeigt, dass Russland vertrauenswürdig ist und sagt viel aus über unsere
wirtschaftlichen Möglichkeiten und unsere politische Stabilität.”


Beim Mutterland und Favoriten England hingegen war die Enttäuschung groß. Bereits im ersten Wahlgang schieden sie mit nur zwei Stimmen aus und es wurde der Fußballnation früh klar: „Football 2018 is not coming home!“ Fassungslos aber fair äußerte sich Verbands-Generalsekretär Alex Home: “Wir sind maßlos enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Wir gratulieren Russland, sie werden eine tolle WM auf die Beine stellen.” Und auch WM-Botschafter David Beckham ist ein fairer Verlierer: “Wir sind enttäuscht, aber wir wünschen Russland und Katar alles Gute. Das sind zwei großartige Länder, die die FIFA stolz machen werden. Es ist natürlich hart, ohne die WM nach Hause zu kommen. Unser Bewerbungsteam hat alles unternommen, was
möglich war. Wir hätten keine bessere Bewerbung abgeben können.”

Gleichzeitig weiß er schon eine Art „Lösung“ für die aktuelle Niederlage: “Dann müssen wir 2018 halt sportlich von uns reden machen“, so Beckham gegenüber der Presse.

Die Fußballweltmeisterschaft 2018 wird in 13 russischen Städten und in 16 Stadien ausgetragen. Dabei werden die Stadien in Moskau und in St. Petersburg die größte Bedeutung einnehmen. Russland muss 3,82 Milliarden Dollar investieren.
Bereits neunmal konnte sich Russland für eine Teilnahme an einer Fußballweltmeisterschaft qualifizieren, siebenmal davon als UdSSR. Den größten Fußballerfolg verzeichneten sie 1966, als sie ins WM-Halbfinale
eingezogen sind.

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WM 2018

Die 21. Fußball-Weltmeisterschaft findet im Jahr 2018 statt. Das hat der Weltfußballverband FIFA festlegen können. Im gleichen Atemzug wurde auch noch bekanntgegeben, dass die 22. Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2022 stattfinden wird. Im Jahr 2007 gab es hier ein bestimmtes Rotationsverfahren bei der Bewerbung. Da die letzten beiden Weltmeisterschaften in Afrika und Südamerika stattgefunden haben, sind diese beiden Kontinente für das Turnier 2018 ausgeschlossen. Hier dürfen sich keine anderen Länder bewerben. Somit richtet sich der Blick wieder auf Asien, Europa und Nordamerika. Wer in diesem Jahr dann den Zuschlag bekommt, der wird für die nächsten Jahre nicht berücksichtigt werden.

Das Besondere an der WM 2018 wird sein, dass der Teilnehmer gleichzeitig mit dem von 2022 bekanntgegeben wird. Das hat das FIFA-Exekutivkomitee am 19. Dezember 2008 schon beschlossen. Bis zum 2. Februar 2009 hatten die Länder und die Mitgliedsverbände Zeit, sich für die Bewerbung zu interessieren. Und ihr Interesse auch zu bekunden. Die Entscheidung wird jedoch erst im Dezember 2010 stattfinden. Bisher haben 13 Länder schon das Interesse bekundet und fallen nun in die nähere Auswahl. In Nord- und Mittelamerika fand zum letzten Mal 1994 eine Weltmeisterschaft statt. Damals war die USA der Gastgeber. Auch diesmal haben sich die USA wieder beworben. Ebenso steht in diesem Bereich Mexiko mit zur Auswahl. Diese konnten schon im Jahr 1970 und 1986 eine WM ausrichten.

Am 28. September 2009 haben sie jedoch ihre Bewerbung wieder zurückgezogen. In Asien und Ozeanien haben sich gleich fünf Länder angemeldet. Australien und Indonesien haben dabei noch keine Weltmeisterschaft ausrichten können. Japan war im Jahr 2002 Co-Ausrichter der WM, ebenso wie Südkorea, die sich auch wieder beworben haben. Allerdings hat sich Südkorea nur für die WM 2022 beworben. Ebenso interessiert sich auch Katar nur für die WM 2022 und hat die Bewerbung für 2018 außen vor gelassen. Hier fand im Jahr 2002 die letzte WM in Südkorea und in Japan statt. Im Jahr 2006 war die letzte Weltmeisterschaft in Europa in Deutschland. Hier konnten sich sechs neue Länder bewerben. Belgien und die Niederlande haben sich dabei gemeinsam beworben. Sie waren auch schon die gemeinsamen Ausrichter der UEFA EURO 2000 gewesen. Auch Spanien und Portugal haben gemeinsam eine Bewerbung abgegeben. Dabei war Spanien schon im Jahr 1982 der Ausrichter de Fußball WM und Portugal war im Jahr 2004 der Ausrichter der UEFA EURO. England hatte im Jahr 1996 die UEFA EURO ausgerichtet und im Jahr 1966 fand hier die letzte Weltmeisterschaft statt. Auch die Russische Föderation interessiert sich für eine Weltmeisterschaft in dem Land. Hier fand auch noch kein derartiger Wettbewerb statt. Schon im April dieses Jahres hat die FIFA den einzelnen Bewerber die Vereinbarungen zugesandt. Hier wird genau dargestellt, welche Angaben, Vereinbarungen und Informationen das Bewerbungsdossier enthalten muss. Diese Vereinbarung muss jetzt erst einmal unterzeichnet werden und bis zum 11. Dezember 2009 an die FIFA zurückgesandt werden. Erst dann können sie mit den Bewerbungsunterlagen beginnen, bis hier dann eine Entscheidung gefällt werden kann. Nach dem Sichten der Unterlagen wird es hier auch noch Reisen in die einzelnen Länder geben.

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