WM 2018 Stadien & Austragungsorte

Die WM 2018 Stadien & Austragungsorte

WM 2018 Stadien & Spielorte – Stadien der WM 2018 in Russland: wo wird gespielt?

Die WM 2018 in Russland wird in zwölf verschiedenen Städten ausgetragen. Die zwölf WM-Spielorte wurden frühzeitig von der FIFA bekanntgegeben. Einige dieser Stadien wurden extra für die Weltmeisterschaft errichtet, während andere wiederum lediglich modernisiert und renoviert wurden. Die Stadien der WM 2018 befinden sich allesamt im Westen Russlands, um die Reisezeiten in dem flächengrößten Land der Welt möglichst gering zu halten. Im Moskauer Luschniki-Stadion werden sowohl das Eröffnungsspiel als auch das Finale stattfinden. Nach der WM werden die verschiedenen Stadien im russischen Ligabetrieb weitergenutzt. Sowohl Erst-, Zweit- als auch Drittligisten werden nach dem Ende der WM die Spielstätten als Heimstadien nutzen.

Die WM Stadien 2018 im Überblick mit verschiedenen Baufortschritten. Oben links nach rechts: Spartak Stadium in Moscow; Kazan Arena football stadium in Kazan; Yekaterinburg Arena football stadium in Yekaterinburg; Luzhniki Stadium in Moscow; Mordovia Arena in Saransk; Rostov Arena in Rostov-on-Don;  Krestovsky football stadium in Saint Petersburg,  Volgograd Arena stadium in Volgograd; Kaliningrad Stadium in Kaliningrad; Samara Arena stadium in Samara; Fisht Arena in Sochi; Nizhny Novgorod Stadium in Nizhny Novgorod;  / AFP PHOTO / TO MATCH

Die WM Stadien 2018 im Überblick mit verschiedenen Baufortschritten. Oben links nach rechts: Spartak Stadium in Moscow; Kazan Arena football stadium in Kazan; Yekaterinburg Arena football stadium in Yekaterinburg; Luzhniki Stadium in Moscow; Mordovia Arena in Saransk; Rostov Arena in Rostov-on-Don; Krestovsky football stadium in Saint Petersburg, Volgograd Arena stadium in Volgograd; Kaliningrad Stadium in Kaliningrad; Samara Arena stadium in Samara; Fisht Arena in Sochi; Nizhny Novgorod Stadium in Nizhny Novgorod;
/ AFP PHOTO / TO MATCH

Wo spielt Deutschland bei der WM 2018? Wo befindet sich das WM-Quartier?

Auch der Titelverteidiger Deutschland wird bei der WM 2018 nicht gänzlich die weiten Wege vermeiden können. In der Vorrunde wird die deutsche Mannschaft im Moskauer Luschniki-Stadion, im Fisht-Stadion in Sotschi und in der Kasan-Arena in Kasan ihre Spiele austragen. Sollte das deutsche Team erwartungsgemäß Gruppensieger werden, würde der Weg in das Finale über Sankt Petersburg und Samara im Achtel- und Viertelfinale führen. Das Halbfinale und Finale würde die deutsche Nationalmannschaft wieder im Moskauer Luschniki-Stadion austragen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Wahl des WM-Quartiers der deutschen Mannschaft noch nicht getroffen (Stand 6.12.2017). Im Gespräch sind seit geraumer Zeit Sotschi und Moskau als Quartier für die Titelverteidiger-Elf. Die nahe Zukunft wird eine Entscheidung bringen.

WM 2018 Spielplan der Gruppe F

Alle Infos zur WM 2018 Gruppe F
DatumUhrzeitTVOrt / Stadion1.Team 2.Team
17.06.201817:00ZDF LuschnikiDeutschland -Mexiko
18.06.201814:00Nischni NowgorodSchweden -Südkorea
23.06.201817:00Rostow Am DonSüdkorea -Mexiko
20:00ARD SotschiDeutschland -Schweden
27.06.201816:00JekaterinburgMexiko -Schweden
16:00ZDF KasanSüdkorea -Deutschland

Logistisches Problem: Wie weit sind die Entfernungen?

Die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft im flächengrößten Land der Welt bringt selbstverständlich auch Probleme mit sich. Nicht zuletzt, ist diesbezüglich die Logistik zu nennen. Große Entfernungen zwischen den verschiedenen Spielorten könnten für die Mannschaften problematisch werden. Allerdings hat der Gastgeber Russland dem entgegengewirkt, indem die Spielorte nur im westlichen Teil Russlands liegen. Den westlichsten Spielort in der russischen Exklave Kaliningrad trennen knapp 2500 Kilometer vom östlichsten Spielort Jekaterinburg. Zwischen dem nördlichsten Spielort St. Petersburg und dem Südlichsten Sotschi liegen fast 2000 Kilometer. Bei der Wahl des Standorts werden die Mannschaften darauf achten müssen, Reisestrapazen möglichst gering zu halten. Die beiden deutschen Vorrundenspielorte Kasan und Sotschi trennen 1500 Kilometer.

 

Wie ist die Zeitverschiebung?

Aber auch die Zeitverschiebung ist eine Besonderheit der WM 2018. Nicht nur die Zuhause gebliebenen Zuschauer müssen sich auf eine Zeitverschiebung einstellen, denn im Sommer ist es in der russischen Hauptstadt Moskau eine Stunde später als in Deutschland. Auch innerhalb Russlands und somit zwischen den verschiedenen Spielorten gibt es Zeitverschiebungen. Insgesamt gibt es in Russland elf Zeitzonen, deren Unterschied jeweils eine Stunde beträgt. Während die Zeitdifferenz von Deutschland zu Russland und beispielsweise St. Petersburg eine Stunde beträgt, wird die Zeitdifferenz bei den östlicheren Spielorten größer. Zum Beispiel beträgt der Unterschied zu Samara zwei und zu Jekaterinburg drei Stunden. Nicht nur die Fans sondern auch die Spieler müssen sich somit auf einen wechselnden Rhythmus einstellen.

Anstoßzeiten – wann wird wo gespielt?

Aus mitteleuropäischer Sicht wird es bei der WM 2018 insgesamt acht unterschiedliche Anstoßzeiten nach MESZ  geben. Das frühste Spiel ist die Vorrundenpartie Frankreich gegen Australien, die in Kasan bereits um 12 Uhr ausgetragen wird. Auch um 14 Uhr finden verschiedene Vorrundenpartien statt. Unter anderem werden um diese Zeit Spiele in Moskau, Samara oder St. Petersburg angepfiffen. Weitere Anstoßzeiten für die Vorrundenspiele sind 15 Uhr, 17 Uhr, 20 Uhr. Die späteste Anstoßzeit ist 21 Uhr. Nach der Vorrunde pendeln sich die Anstoßzeiten ein. Fortan werden die Spiele entweder um 16 Uhr oder um 20 Uhr ausgetragen. Das Finale wird genauso wie das Eröffnungsspiel um 17 Uhr beginnen.

Kosten der WM-Stadien: Wie hoch waren die Kosten für die WM-Stadien?

Neun der zwölf WM 2018 Stadien wurden extra für diese Weltmeisterschaft neu gebaut. Die restlichen drei Stadien wurden aufwändig renoviert und modernisiert. All diese Baumaßnahmen erforderten teure Investitionen. Ursprünglich waren mehr als drei Milliarden Euro für die Stadien der WM 2018 eingeplant. Das mit Abstand teuerste Bauprojekt war das hochmoderne St.-Petersburg Stadion.  Hier wurden über 930 Millionen Euro ausgegeben. Aber auch bei den anderen Stadien wurden Beträge zwischen 100 und 500 Millionen Euro investiert. Eines der drei bereits vorhandenen Stadion wurde zudem erst für die Olympischen Winterspiele 2014 für 700 Millionen Euro errichtet: Das Fisht-Stadion in Sotschi.

Alle WM-Spielstätten im Überblick – Mehr über die 12 Stadien

Spartak-Stadion Moskau

Das Moskauer Spartak-Stadion wurde im Gegensatz zum anderen Moskauer Spielort eigens für die WM 2018 erbaut. Rund 362 Millionen Euro kostete der Bau der neuen Heimstätte von Spartak Moskau, das nach jahrelangem Hin und Her endlich ein eigenes Stadion besitzt. Im September 2014 fand die Einweihung statt. In dem Stadion können bei der Weltmeisterschaft 45.360 Zuschauer Platz nehmen. Anschließend wird die Zuschauerkapazität allerdings wieder reduziert. Vier Gruppenspiele und ein Achtelfinale werden im Spartak-Stadion ausgetragen. Die äußere Farbgestaltung kann den jeweils im Stadion spielenden Teams angepasst werden. Grundsätzlich besteht die Außenwand aus weiß-roten Elementen, die das Vereinslogo von Spartak Moskau darstellen sollen.

Jekaterinburg-Arena

Die Jekaterinburg-Arena bietet bei der WM 2018 in Russland ein Kuriosum. Das 1953 errichtete Stadion wurde für die Weltmeisterschaft aufwändig modernisiert. Nun befinden sich außerhalb des Stadions zwei nicht überdachte Tribünen, die die Kapazität auf 35.696 Zuschauer erweitern. Selbst mit dieser Erweiterung unterschreitet die Jekaterinburg-Arena noch die eigentliche Mindestanforderung von 40.000 Zuschauern für ein WM-Stadion. Für die Renovierung der Heimstätte vom FC Ural wurden 140 Millionen Euro veranschlagt. Vier Gruppenspiele werden in einer der kleineren WM-Arenen stattfinden. Unter anderem die deutschen Gruppengegner Mexiko und Schweden kämpfen hier am letzten Spieltag um Punkte für das Weiterkommen.

St.-Petersburg-Stadion

Das St.-Petersburg-Stadion ist der teuerste Neubau für die WM 2018. Die Bauarbeiten verzögerten sich öfters wegen Schwierigkeiten beim Bau und kontinuierlich steigender Kosten. Am Ende betragen die Kosten wohl rund 930 Millionen Euro. Gerüchten zufolge sollen sämtliche Kalkulationen überschritten worden sein, sodass das Stadion wohl eines der Teuersten der Welt ist. 68.134  Zuschauer werden während der WM in der hochmodernen Multifunktionsarena Platz nehmen können und unter anderem ein Halbfinale und das Spiel um Platz 3 anschauen. Nach der WM wird das russische Top-Team Zenit St. Petersburg die Arena weiter nutzen. Zenit St. Petersburg hat das Stadion auch im April 2017 eingeweiht.

Nischni-Nowgorod-Stadion

Auch das Nischni-Nowgorod Stadion wurde eigens für die Weltmeisterschaft in Russland errichtet. Zusätzliche Arbeiter sorgen momentan dafür, dass das Stadion mit einem Fassungsvermögen von  45.331 Zuschauern rechtzeitig zur WM 2018 fertig wird. Die Optik des Stadion soll die typischen Charakteristika der Wolga-Region widerspiegeln: Wind und Wasser. Diese Elemente finden sich in den verschiedenen Blautönen des Nischni-Nowgorod Stadions wieder. Vier Vorrundenspiele werden in diesem Schmuckstück ausgetragen. Dazu kommen ein Achtel- und ein Viertelfinale. Nach der WM soll der FC Olympier Nischni Nowgorod das Stadion in der zweiten russischen Liga weiternutzen. 220 Millionen Euro wurden für den Bau der Arena veranschlagt.

Kaliningrad-Stadion

Auch das Kaliningrad-Stadion wurde eigens für die WM 2018 errichtet. Nach der Weltmeisterschaft wird das Stadion die neue Heimspielstätte des russischen Zweitligisten Baltika Kaliningrad. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 35.212 Zuschauern, die in den Genuss von vier Vorrundenspielen kommen können, und ist damit das Kleinste der verschiedenen WM-Spielstätten. Nach der WM wird die Kapazität des im Zentrum der russischen Exklave liegenden Stadions weiter verkleinert. Für ungefähr 354 Millionen Euro wurde der Bau auf der Pregel-Insel Lomse durchgeführt. Das äußere Erscheinungsbild ähnelt der Allianz-Arena in München. Dieses Stadion ist die westlichste Spielstätte bei der WM 2018 in Russland.

Mordwinien Arena Saransk

Die Mordwinien Arena wurde eigens für die WM im kleinsten WM-Standort, der russischen Stadt Saransk, errichtet. Nahezu jeder sechster Einwohner der Stadt würde in das 44.442 Zuschauer fassende Stadion reinpassen. Künftig wird ein Drittligist in dem für 253 Millionen Euro errichteten Stadion seine Spiele austragen. Die Außenwände erstrahlen in den Farben, Orange, Rot und Weiß, die an das mordwinische Kunsthandwerk erinnern sollen. Die Form des Stadions soll des Weiteren einer Sonne ähneln. Diese rote Sonne ist auch auf der Fahne der russischen Republik Mordwinien zu sehen, in dessen Hauptstadt die Mordwinien Arena erbaut wurde. Unter anderem das Vorrundenspiel Spanien gegen Marokko findet hier statt. Dazu kommen drei weitere Gruppenspiele bis die Arena ihre WM-Aufgabe erfüllt hat.

Luschniki-Stadion Moskau

Das Moskauer Luschniki-Stadion ist einer der beiden Spielstätten in der russischen Hauptstadt bei der WM 2018. 81.000 Zuschauer passen in das größte WM-Stadion. Somit erfüllt diese Spielstätte auch als Einzige die Anforderung der Fifa, dass das Eröffnungsspiel und das Finale in einem Stadion mit einer Kapazität von mindestens 80.000 Zuschauern ausgetragen werden muss. Ursprünglich wurde das Stadion im Juli 1956 eröffnet und seitdem mehrere Male umgebaut und renoviert. Der letzte, für die WM erfolgte, Umbau kostete 445 Millionen Euro. Zusätzlich zum Finale werden vier Gruppenspiele, ein Achtelfinale und ein Halbfinale in diesem Stadion ausgetragen. Gastgeber Russland eröffnet hier die WM. Auch die deutsche Mannschaft wird in der Vorrunde gegen Mexiko in dem Stadion spielen.

Fisht-Stadion Sotschi

Das Fisht-Stadion in Sotschi hat bereits Erfahrung in der Austragung von Großveranstaltungen. Errichtet wurde das 700 Millionen Euro teure Stadion für die Olympischen Winterspiele 2014. Auch der Confed-Cup fand hier bereits statt. Für die Weltmeisterschaft musste eigens das Dach des Stadions zurückgebaut werden. Das Dach war dem nahe liegenden Kaukasus-Gipfel Fisht nachempfunden. 47.659 Zuschauer passen in das Stadion in Sotschi, in dem die deutsche Nationalmannschaft ihr Vorrundenspiel gegen Schweden bestreiten wird. Fünf weitere Spiele werden während der WM 2018 in diesem Stadion stattfinden. Das Fisht-Stadion verfügt über ein Alleinstellungsmerkmal: Es ist das einzige WM-Stadion, das keinen russischen Verein beheimatet und somit nach der WM voraussichtlich nicht weiter im Fußballbetrieb genutzt wird.

Kasan-Arena

Die Kasan-Arena in der russischen Stadt Kasan ist einer der Spielorte für die deutsche Mannschaft bei der WM 2018. Seit 2013 ist die Multifunktionsarena in Betrieb und beheimatet den russischen Erstligisten Rubin Kasan. Das Stadion wurde für 465 Millionen Euro errichtet und gehört damit zu den teureren WM-Stadien. Dafür begeistert es mit einer hochmodernen Optik in Form einer Seerose und einer großen LED-Medienfassade in HD-Qualität. Drei Millionen LED-Lampen bilden die Fassade, sodass es sich hierbei um die größte LED-Fassade an einem Fußballstadion auf der Welt handelt. Sechs Spiele finden bei der WM 2018 hier statt, darunter ein Viertelfinale.

Rostow-Arena

Auch die Rostow Arena wurde extra für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland errichtet. Nach der WM wird der FK Rostow seine Heimspiele in diesem Stadion austragen. Von 2012 bis Ende 2017 wurden in 5 Jahren Bauzeit über 280 Millionen Euro für dieses Stadion ausgegeben. Für die WM 2018 beträgt das Fassungsvermögen 45.145 Zuschauer. Fünf Spiele finden in diesem Stadion statt, darunter auch ein Achtelfinale. Schon in der Vorrunde wird einer der Mitfavoriten Brasilien in Rostow am Don sein Stelldichein geben. Für den weiteren Gebrauch nach der WM wird die Kapazität des am Ufer des Flusses Don liegenden Stadions verringert werden.

Samara-Arena

Die Samara-Arena ist in puncto Optik eines der Highlights der WM-Stadien 2018.  So spiegelt sich im äußeren Erscheinungsbild des Stadions die Bedeutung der russischen Stadt Samara wieder. Diese ist Standort des russischen Luft- und Raumfahrtzentrums. Beim Bau des Stadion für 285 Millionen Euro hat man versucht, die bedeutende Rolle der Stadt in der russischen Raumfahrttechnologie auch im Stadionbild zu verdeutlichen. So gibt es eine 60 Meter hohe Glaskuppel als Dach, die an die Weltraumfahrt erinnern soll. Sechs WM-Spiele werden in der kurios anmutenden Arena stattfinden. Nach der WM wird die Samara-Arena Heimspielstätte des Zweitligaklubs Sowjetow Samara. Bei einem Gruppensieg der deutschen Mannschaft würde sie hier ihr mögliches Viertelfinale austragen.

Wolgograd-Arena

Die Wolgograd-Arena tritt in große Fußstapfen. Auf dem Gelände des altehrwürdigen, abgerissenen Zentralstadions wurde die Arena für 330 Millionen Euro in Blickweite zur Wolga errichtet. Am Fuße des Mamajew-Hügels liegt die moderne Arena in bester Lage. 45.568 Zuschauer können hier die WM-Spiele verfolgen. Die Außenfassade und das Dach des Stadions sollen an einen Diamanten in blau-weißer Farbe erinnern. Unter anderem die englische Nationalmannschaft, die Three Lions, wird ein Vorrundenspiel in der ehemals als Stalingrad bekannten russischen Stadt absolvieren. Ab dem Achtelfinale wird die Arena als WM-Spielstätte nicht mehr benötigt. Nach der Weltmeisterschaft nutzt dann der russische Zweitligist Rotor Wolgograd die Wolgograd-Arena.

 

Das erste Mal veröffentlicht am 06.12.2017
Zuletzt überarbeitet am 07.12.2017